Konzept

Vorwort

Ziel unserer Arbeit ist es Kleinkindern, insbesondere Nahrungsmittelallergikern, eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Wir bieten eurem Kind eine zuverlässige, liebevolle und sichere Betreuung. Hierbei sehen wir unsere pädagogische Arbeit als entwicklungsanregende Tätigkeit zur Ergänzung und Unterstützung eurer erzieherischen Tätigkeit als Eltern.

Unser Konzept basiert auf der engen Zusammenarbeit mit Eltern, die großen Wert auf eine individuelle Betreuung in vertrauter und heimeliger Atmosphäre legen sowie auf unseren persönlichen Erfahrungen und Qualifikationen.

Räumlichkeiten

Unsere Tagespflege befindet sich in der Sigmaringer Str. 17, in Berlin-Wilmersdorf. Wir haben 114qm Lach-, Spiel-, Kuschel-, Koch-, Lärm-, Bastel-, Musizier- und Wohlfühlfläche zur Verfügung. In diesem Lebensraum fühlen sich die von uns betreuten Kinder willkommen, geborgen, verstanden, als Personen respektiert und geliebt. Wenn Ihr auf der Suche nach solch einem Wohlfühlraum für euer Wertvollstes seid, dann habt Ihr bei uns die richtige Betreuung gefunden. In diesem Lebensraum können sich die Kinder, unter unserer Aufsicht, frei bewegen. Es sind insgesamt 4 Zimmer vorhanden, ein geräumiger Eingangsbereich, zwei Bäder und eine Kochecke.

Unser toller Spielplatz im Garten bietet uns täglich bei jedem Wetter mit den Kindern hinaus zu gehen. Wir machen auch gern Spaziergänge zu den tollen Spielplätzen in der Nähe.

Öffnungszeiten

MO - FR
8:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Tagesablauf

Im Alltag richten wir uns nach den Bedürfnissen der Kinder woraus folgt dass wir keinen festen Tagesablauf haben. Aus organisatorischen Gründen, und um Ruhephasen zu ermöglichen, haben wir aber Kernzeiten, an die wir uns halten. Dieser Rahmen gestaltet sich wie folgt:

Alle Kinder sollten bis spätestens um 8.45 h eintreffen, so dass wir den Tag gemeinsam mit einem musikalischen Morgenkreis um 9.00 h beginnen können. Im Anschluss bereiten wir mit den Kindern einen Obst-Snack. Die Gestaltung des weiteren Tagesablaufes erfolgt je nach der entsprechenden Situation. Die erste Abholzeit sollte vor der Mittagsruhe sein, um den Kindern ihre Ruhezeit zwischen 12.30 h und 14.30 h zu ermöglichen.

Unserer Tages/Wochenabläufe sind täglich den Bedürfnissen der Kinder angepasst. Daraus folgt, dass wir Aktivitäten wie das Malen und Basteln usw. spontan in unseren Vormittagen integrieren. Lesen und freies Spiel, der Morgenkreis in dem viel Gesungen und getanzt wird sowie viele Gespräche mit den Kindern gehören selbstverständlich zu unserem Tag.

Die besondere Ausrichtung unserer pädagogischen Angebote zielen auf „Gesunde Ernährung“ und „Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung mit Musik“.

Pädagogisches Konzept

Unser pädagogisches Konzept dient der Qualitätssicherung unserer pädagogischen Arbeit. Es wurde von uns gemeinsam erarbeitet und wird in regelmäßigen Abständen neu überdacht und weiter ausgearbeitet. So können wir flexibel auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern eingehen und unsere pädagogische Arbeit weiter entwickeln. Wir werden uns an diesem Konzept orientieren um unsere Ziele und Aufgaben erfüllen zu können. Eltern können sich anhand unseres Konzepts einen Überblick über unsere Arbeit verschaffen.

Pädagogische Methoden

Die Grundsätze unserer pädagogischen Methoden sind im Situationsansatz zu finden (Berliner Bildungsprogramm). Wir versuchen immer die Kinder dort abzuholen, wo sie sich gerade befinden, um ihnen in ihrer Entwicklung begleitend zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen. Unser Ziel ist es, ihnen zu helfen eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, einen selbstverantwortlichen und selbstbewussten Umgang mit sich und anderen zu erlernen.

Es liegt uns sehr am Herzen, dass sich die Kinder bei uns willkommen, sicher und geborgen fühlen. Um ihnen eine lernanregende, positive Unterstützung und Umgebung ihrer Entwicklung bieten zu können gehört es für uns zu unserer täglichen Arbeit, das wir ihnen aktiv zuhören, ihnen entgegen kommen, sie achten und sie beobachten. Ohne starre Regeln und Gesetze, aber innerhalb eines geschützten Rahmens, wollen wir Ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und selbstständig die Welt zu erkunden. Dazu gehört auch das Lernen mit Konflikten umzugehen und diese selbstständig zu lösen.

Jedes Kind ist neugierig und interessiert, wissbegierig und aktiver Konstrukteur seiner Bildung vom ersten Tag seines Lebens an. Jedes Kind ist dabei einmalig und einzigartig. Dieser Einzigartigkeit wollen wir uns immer bewusst sein, und jedes Kind bei seiner individuellen Entwicklung unterstützen. Jedes Kind braucht andere Menschen, um sich zu entwickeln. Seine Entwicklung ist ein sozialer Prozess. Wir sind verantwortlich für die positive Entwicklung des Kindes. Dabei ist es wichtig, dass jedes Kind eine Wertschätzung seiner Person erfährt. So kann es ein positives Selbstbild entwickeln.

Durch gute Beobachtung und Dokumentation können wir die Kinder dort abholen, wo sie sind um ihnen durch eine gezielte Vorbereitung ihrer Lernumgebung und durch Bildungsangebote zu unterstützen und ihnen lernanregend zur Seite zu stehen.

In unserer täglichen pädagogischen Arbeit orientieren wir uns an den Lebenssituationen der Kinder. Die Kinder bringen individuelle Fragen und Interessen und Probleme mit in unseren Gruppenalltag, die beantwortet werden wollen. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, die von uns situativ aufgenommen werden und verarbeitet werden müssen. Nur wenn wir die Kinder dabei unterstützen, ihre Interessen und Bedürfnisse, Wünsche und Fragen zu beantworten, können wir ihnen eine gute Entwicklungsbegleitung sein und sie bei der Entwicklung einer eigenständigen und selbstverantwortlichen Persönlichkeit unterstützen.

Eine große Rolle in diesem Prozess übernimmt das Spiel und die Exploration. Durch Spielen können Kinder im geschützten Rahmen Erfahrungen sammeln und sich die Welt erschließen. Sie lernen Sicherheiten, Gesetzmäßigkeiten und Regeln spielerisch. Kinder brauchen die Möglichkeit sich ihre Fragen selbst zu erklären und auszuprobieren. Wir bieten den Kindern in unserer Einrichtung die Möglichkeit sich allein und mit den anderen Kindern zusammen auszuprobieren.

Die Kinder lernen auch durch Imitation. Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst und bereit unser Verhalten und Auftreten zu reflektieren.

Die Interaktion mit anderen Kindern im Spiel, beim Gespräch, im Gesang, beim täglichen Tun und Miteinander ist für die Entwicklung der Kinder von entscheidender Bedeutung. Unsere Tagespflege bietet jedem Kind täglich innerhalb eines geschützten Rahmens in diese Interaktion mit anderen Kindern zu gehen, mit ihnen gemeinsam die Welt zu erforschen und Freundschaften zu bilden.

Gerade die kleineren Kinder machen starke intensive Gefühlserfahrungen im Alltag unserer Einrichtung mit den anderen Kindern und uns Erzieherinnen. Sie brauchen stetige Bezugspersonen, zu denen sie eine gute Bindung aufbauen können um sich frei und entwicklungsbereit zu bewegen.

Jedes Kind, insbesondere das Kind unter drei Jahren, braucht regelmäßige Ruhephasen, um alle Eindrücke und Erfahrungen, die es gemacht hat, positiv zu verarbeiten.

Die Bildung des Kindes ist somit ein interaktiver Prozess der Aneignung der Welt mit anderen Kindern und durch Anregungen von Erwachsenen. Wobei jedes Kind selbst unbewusst und bewusst entscheidet und aktiv Mitwirkt. Nur durch lustvolle Aneignungstätigkeit kann eine Erfahrung auch nachhaltig bildend sein.

Gesunde Ernährung

In den ersten 10 Jahren wird das Essverhalten des Kindes geprägt und ist Bestandteil des

Lebensstils. Das tägliche Essen und Trinken ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit

entscheidend. Wenn ein Kind lernt wie es sich gut ernährt, wenn es ganz selbstverständlich mit der Gestaltung seiner Mahlzeiten umgehen kann, sichert es damit ein gesundes Wachstum und eine positive Entwicklung und wirkt präventiv auf ernährungsbedingte spätere Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes.

In unserer Tagespflege werden die Mahlzeiten täglich frisch zubereitet. Überwiegend nutzen wir Lebensmitteln aus kontrolliert biologischem Anbau – keine Fertigprodukte. Unser Speiseeplan ist abwechslungsreich mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und regelmäßig Fisch. Individuelle Anforderungen an die Mahlzeiten von einzelnen Kindern werden von uns täglich beachtet (so zum Beispiel bei Kindern mit Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis und Vegetarier). Um den Eltern einen Überblick über die Mahlzeiten Ihres Kindes zu geben, hängt in unserer Tagespflege ein aktueller Speiseplan aus.

Insbesondere Kindern mit Lebensmittelallergien und ihre Eltern, sind, wie wir aus eigener Erfahrung wissen, oft verunsichert was sie Essen können und wie sie sich ihre Mahlzeiten abwechslungsreich gestalten können. Das Einhalten einer oft sehr eingrenzenden Diät kann den Alltag des Kindes und seiner Familie sehr beeinflussen. Aus Angst vor dem Auftreten der oft sehr schweren Symptome meiden manche Kinder das Essen außerhalb ihres Zuhauses. Dies kann bis zur kompletten Verweigerung der Nahrungsaufnahme führen.

Oft ist es in der Familie aufgrund der hohen beruflichen Auslastung nicht möglich mit ihren Kindern gemeinsam zu kochen und darauf zu achten, dass die Mahlzeiten in einer entspannten und gemütlichen Atmosphäre verlaufen. So wird häufig nebenbei gegessen und das Essen bekommt einen falschen Stellenwert.

Wir wollen die Eltern unterstützen und ergänzend wirken. Bei allen Kindern ist es wichtig, dass sie einen selbstbewussten, ganzheitlichen Umgang mit Nahrungsmitteln erlernen um eine positive gesunde Lebensweise zu entwickeln. Das gemeinsame Kochen fördert die Lust neues zu probieren, vielseitig zu Essen und ist gleichzeitig förderlich in allen Kompetenzen, die das Kind benötigt. Es stärkt die Sozialkompetenzen und Selbstwertgefühl jedes Kindes, wenn es gemeinsam mit anderen Kindern bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen kann. Zudem entwickeln die Kinder eine positive Bindung zur Erzieherin weil sie etwas gemeinsam schaffen.

Um die Kinder, die unsere Einrichtung täglich besuchen, vor dem Auftreten der Symptome ihrer Nahrungsmittelallergie zu schützen werden alle Lebensmittel von uns gestellt. Kein Kind bringt seine Mahlzeiten mit. Die Eltern sind von uns angehalten darauf zu achten. Nur so ist Sichergestellt, dass wir die Kinder schützen können. Schon Spuren von Nüssen können einen schweren allergischen Schock bei den erkrankten Kindern hervorrufen.

Musik

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu

schweigen unmöglich ist.“

Victor Hugo (1802-85), frz. Dichter d. Romantik

 

Musik als Weg zur positiven Persönlichkeit

Kinder werden mit einer musikalischen Kompetenz geboren, die ihnen hilft, sich

mitzuteilen, lange bevor sie Sprechen können. Musik regt die Kreativität und Fantasie an und kann als Quelle der Freude und Entspannung dienen. Sie findet Ausdruck im Gesang der Kinder sowie beim Tanzen und aktiven Musizieren mit Instrumenten und hilft den Kindern Emotionen zu zeigen und Gefühle zu vermitteln. So fordert und fördert Musik ganzheitlich die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder.

Kinder lernen durch Musik ihre Kultur und andere Kulturen kennen. So kann Musik ihnen helfen ihre Identität in der Gesellschaft zu finden und zu entwickeln.

Das soziale Verhalten der Kinder wird beim Musizieren positiv entwickelt. Sie lernen Umgangsformen und das Aufeinander eingehen mit ihrer Hilfe leichter. Der spielerische Charakter der Musik hilft Kindern lustvoll und ganzheitlich in der Persönlichkeitsentwicklung und beim Lernen.

Musik zur Sprachförderung

Musik hat ein großes kommunikatives Potenzial, das Kinder unbewusst nutzen. Sie erschließen sich die Sprache singend indem sie zuerst die Melodie eines Wortes erarbeiteten, um dann das Wort im Ganzen zu sprechen. Im pädagogischen Alltag mit Kindern konnten wir immer wieder beobachten, wie Musik den Kinder den Weg zur Sprache erleichtert. Sie erschließen sich mit Ihrer Hilfe die Welt der Erwachsenen. Sie verpacken neue Erlebnisse in selbst erdachte Melodien und Texte, die sie während des Spiels singen und sich auf diese Weise immer wieder mit ihnen auseinandersetzen und sie verarbeiten. Kinder singen und musizieren mit sich selbst und mit anderen aus reiner Freude am tun. Mit Neugier und Experimentierfreude setzt es sich mit den musikalischen Facetten wie Tönen, Tempo und Rhythmus auseinander, die ebenso Bestandteile der Sprache sind.

Musik als pädagogisches Konzept

Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist, jedes einzelne Kind zu unterstützen ein Zugang zur Musik zu finden und sich spielerisch mit ihr vertraut macht. So kann das Kind sich das Musizieren bei der Entwicklung zu Nutze machen, zum Beispiel in der Sprachentwicklung. Die Wiederholung von Liedern regt die Kinder zum mitsingen an. Selbst die kleinsten unter Ihnen kennen schon die spannende Stelle, in der „Die Zappelmänner“ „WEG!!!“ Sind und singen dieses Wort schnell mit.

Zudem wollen wir die Kinder zum gemeinsamen Musizieren anregen. Durch die Musik können Kinder die Bindung zu anderen Kindern und zu den Erwachsenen erreichen. Sie hilft ihnen alle Regeln des Sozialen Miteinander zu verinnerlichen und zu trainieren.

Wir wollen einen Grundstein für ein Leben mit Musik zu legen.

Umsetzung

Im täglichen Morgenkreis erfahren die Kinder unsere musikalische Förderung täglich. Musikalische Kinderspiele (wie Fingerspiele) und Tänze sowie gemeinsames Singen begleiten unseren all-morgendlichen Start in den Tag. Die Kinder können selbst aktiv musizieren, indem sie selbst singen oder auch einfache Instrumente wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln oder Trommeln nutzen.

Durch unsere gezielte Vorbereitung und Auswahl an Liedern und Tänzen bekommen die Kinder ein Gefühl für die momentane Jahreszeit und die Bräuche unserer Kultur. Dabei binden wir die unterschiedlichen Kulturen denen die Kinder angehören mit ein.

Auch alltägliche Rituale lassen sich musikalisch Unterstützen. Wir begleiten das Wickeln mit einem Lied, wie z.B. „Jetzt zieht Anton,.... sich seine Hosen an!“ So fühlt sich das Kind angesprochen, angenommen und Wert geschätzt und es regt seine durch den situativen Kontext des Wickelns ganzheitlich die Sprachentwicklung an.

Wie kann man Feste besser feiern als mit Musik? Zu den regelmäßigen Festen innerhalb des Kalenderjahres üben wir gemeinsam ein musikalisches Vorspiel ein. Dazu können z.B. ein musikalisches Krippenspiel, ein Märchen oder auch Gruppengesänge und Tänze gehören. Die Vorbereitungen und Proben sind je nach Art und Umfang des Vorspiels auch unterschiedlich zeitaufwendig. So planen wir zusätzlich Zeit innerhalb des Wochenablaufes ein unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und Stimmung innerhalb der Gruppe. Alle Kinder (jeden Alters) bekommen dabei eine ihnen zugeteilte Rolle, die sie je nach Entwicklungsstand selbst aussuchen können und dem Entwicklungsstand des Kindes gerecht wird.

Erziehungspartnerschaft

Die Eltern sind die Experten ihres Kindes. Sie wissen was ihr Kind kann und braucht. Sie wissen welche Interessen, Vorlieben und auch welche aktuellen Probleme ihr Kind hat. Wir Erzieher sind angewiesen auf dieses Expertenwissen der Eltern um jedes Kind individuell zu fördern und seine individuellen Bedürfnisse zu befriedigen und zu betreuen.

Um eine gute pädagogische Arbeit zu leisten, machen wir den Eltern unseren Alltag mit ihren Kindern transparent. Durch eine ausführliche umfangreiche Dokumentation durch Fotos, die für die Eltern und Kinder in unserem Eingangsbereich täglich zu sehen sind sowie durch Aufzeichnungen von Gesprächen mit den Kindern, unter den Kindern und der Kinder mit anderen und das Ausstellen der Arbeiten der Kinder bekommen die Eltern einen guten Einblick in unsere tägliche Arbeit.

Durch regelmäßige Elterngespräche in Einzelgesprächen und Elternabenden erhalten wir die Kommunikation zwischen den Eltern und uns, zusätzlich zum täglichen „Tür- und Angelgespräch“ bei der Ankunft der Kinder im Kinderladen, aufrecht.

Wir wollen den Kontakt zu den Eltern, um eine positive und konstruktive Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung gestaltet sich je nach Gefühlslage des Kindes individuell. Eine Eingewöhnung ist jedoch für alle Kinder wichtig, um sich an die neue Umgebung und an uns sowie an die Kinder zu gewöhnen.

Wir gestalten die Eingewöhnung nach dem Berliner Bildungs-Modell, wonach ein Elternteil das Kind die ersten drei Tage bei der Eingewöhnung begleitet. Täglich sollten sich Elternteil und Kind eine Stunde in der neuen Umgebung aufhalten, damit das Kind  Vertrauen zur Umgebung und der Tagesmutter entwickeln kann. Das Kind kann sich in der Wohnung frei bewegen und beschäftigen. Wir beobachten die Situation und warten auf die Kontaktaufnahmen des Kindes.

Am vierten Tag versuchen wir auf das Kind zu zugehen und wenn möglich einige Aufgaben der Eltern zu übernehmen, dann können wir auch mit dem  ersten Trennungsversuch beginnen. Für den Anfang genügen 10 Minuten. Es ist sehr wichtig, dass sich der Elternteil vom Kind verabschiedet. Der Abschied sollte kurz, aber liebevoll durchgeführt werden. Die Trennungszeit steigert sich täglich und das Kind lernt den Tagesablauf Schrittweise  kennen. In der Regel wünschen wir uns, dass die Eltern Zeit und Geduld haben, da es individuell ist wie lange eine Eingewöhnung dauert. Damit sich das Kind in der Eingewöhnung wohlfühlt, kann es sein Lieblingskuscheltier/ -tuch oder andere vertraute Sachen mitbringen.

Sauberkeitserziehung

Inzwischen wissen wir, dass die Sauberkeitserziehung vom Kind selbst bestimmt wird. Je nach persönlicher Entwicklung des Kindes und den entsprechenden Signalen, wird der eigenständige Toilettengang angeboten.